Möbel nach Maß bestellt – und dann Ärger: worauf man im Angebot achten sollte

Möbel nach Maß bestellt – und dann Ärger: worauf man im Angebot achten sollte
In der Rubrik Handwerker landen immer wieder dieselben Fälle: Der Einbauschrank passt nicht, die Montage kostet plötzlich extra, der Termin verschiebt sich um Wochen. Ich arbeite selbst als Tischler in Wien und sehe die Folgen meist dann, wenn ich ausbessern soll, was ein Kollege hinterlassen hat. Fast immer lag das Problem schon im Angebot – man hätte es vorher erkennen können.
1. Ein Angebot ohne Maße ist kein Angebot
Steht dort nur „Einbauschrank nach Maß, Pauschale“, fehlt die Grundlage für jede Reklamation. Verlangen Sie konkrete Zahlen: Breite, Höhe, Tiefe, Materialstärke, Art der Fronten, Beschläge mit Hersteller.
2. Wer misst, haftet
Der häufigste Streitpunkt. Hat der Betrieb selbst vor Ort gemessen, trägt er das Risiko, wenn es nicht passt. Haben Sie die Maße per E-Mail geschickt, trägt es der Kunde. Klären Sie das schriftlich, bevor produziert wird.
3. Im Altbau gehört die Toleranz ins Angebot
In Wiener Gründerzeitwohnungen ist kaum eine Wand lotrecht; zwei bis drei Zentimeter Abweichung auf Raumhöhe sind normal. Wer Einbauschränke nach Maß bestellt, sollte im Angebot lesen können, wie diese Abweichung ausgeglichen wird – über Blenden, Passleisten oder eine Ausgleichsleiste zur Wand.
4. „Montage inklusive“ genau nachfragen
Inklusive was? Anlieferung bis zur Wohnungstür oder bis zum Aufstellort? Entsorgung des Verpackungsmaterials? Demontage des alten Möbels? Jeder dieser Punkte taucht später als Rechnungsposition auf, wenn er nicht vorher schriftlich steht.
5. Anzahlung: üblich sind 30 bis 50 Prozent
Eine Anzahlung ist bei Maßanfertigung normal. Wer aber 100 Prozent im Voraus verlangt, nimmt Ihnen jedes Druckmittel. Bestehen Sie auf einer Restzahlung nach Abnahme.
6. Abnahme in Ruhe, mit Protokoll
Türen und Laden mehrmals öffnen und schließen, Spaltmaße ansehen, Oberflächen bei Tageslicht prüfen. Mängel gehören in ein kurzes Protokoll mit Datum und Unterschrift beider Seiten.
Und danach: Holz arbeitet
Nach der ersten Heizsaison kann eine Tür leicht schleifen, weil die Luftfeuchtigkeit von 60 auf 30 Prozent fällt. Das ist kein Mangel, sondern normales Verhalten von Holz – nachjustieren gehört zum Handwerk.
Geschrieben aus der Praxis einer Tischlerei in Wien. Die Punkte gelten für jeden Betrieb, auch wenn Sie woanders bestellen.






Wohin es geht weiß ich auch noch nicht. was ich machen werde, dafür schon. Es soll eine Yoga Reise werden. Dabei lasse ich mich überraschen. für mich ist das Ziele dieser Yoga Reisen nicht so wichtig, das Ziel ist voranzukommen