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Fahrradtaschen: Jede vierte fällt durch

VKI-Test

Fahrradtaschen: Jede vierte fällt durch

Nicht ausreichend wasserdicht und mit Schadstoffen belastet: Jede vierte Packtasche fällt durch.

Ob Laptop und Unterlagen auf dem Weg ins Büro oder Wäsche und Ausrüstung auf der Radwandertour: wer sein Fahrrad regelmäßig nutzt, hat früher oder später auch etwas zu transportieren. Gepäck sollte sich auf dem Rad einfach verstauen lassen und natürlich sicher und trocken an den Zielort gelangen. Fahrradtaschen für den hinteren Gepäckträger sind in den meisten Fällen eine gute Wahl, aber welche Produkte sind ihr Geld tatsächlich wert? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat zusammen mit den Kollegen der deutschen Stiftung Warentest 20 Packtaschen unter die Lupe genommen. Getestet wurden 10 Taschen mit Überwurfdeckel (City-Taschen) und 10 Tourentaschen, also Taschen mit nur einem Hauptfach, die „zugewickelt“ werden. Die Preise der getesteten Produkte lagen zwischen 18,-­ und 190,- Euro. Alle Packtaschen wurden neben einer technischen Überprüfung auch einem eingehenden Praxistest unterzogen und auf Schadstoffe untersucht. Die ausführlichen Testergebnisse gibt es auf www.konsument.at und ab 23. Mai in der Juni-Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT.

Die Handhabung der Packtaschen wurde von sechs Testern in einem mehrtägigen Praxistest geprüft. Dabei wurden Beladen, Verschließen, sicherer Sitz, Bewegungsfreiheit der Füße und eventuelle Veränderungen des Fahrverhaltens untersucht. Auch die Erstinstallation und die Anpassung an verschiedene Gepäckträger wurde bewertet. Auffällig war, dass eine Bedienungsanleitung bei 8 von 20 Taschen gänzlich fehlte und auch bei den übrigen Fabrikaten zum Teil erheblich zu wünschen übrig ließ.

Für die technischen Tests wurden die Taschen ins Labor geschickt. Dort wurden sie auf Haltbarkeit und Schutz vor Wasser geprüft sowie einem Schadstofftest unterzogen. Bei der Prüfung auf Wasserdichtigkeit mussten die City-Taschen simulierten Regen von oben und von der Seite abhalten. 6 von 10 City-Taschen schnitten dabei nicht gut ab. Bei den Tourentaschen waren die Prüfkriterien strenger: Sie mussten zusätzlich auch noch Wasser abhalten, das von unten an die Außenhaut prasselt. Die Tourentaschen meisterten den Wassertest eindeutig besser. Nur ein Produkt konnte das Regenwasser nicht am Eindringen hindern. Beim abschließenden Schadstofftest fielen einige Produkte durch eine Belastung mit Phthalaten und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf, was zur Abwertung führte.

Insgesamt ergab sich ein durchwachsenes Testergebnis: Lediglich eine Tasche konnte mit „sehr gut“ bewertet werden, sechs weitere erhielten ein „gut“, acht Fabrikate mussten mit „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“ beurteilt werden. Der Preis ist – zumindest bei den Tourentaschen – kein Indikator für Qualität. Die günstigste Fahrradtasche mit einem zumindest „guten“ Ergebnis kostete 26,- Euro.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab dem 23. Mai in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und ab sofort auf www.konsument.at.

Foto: Shutterstock - Natasha-Aleksandra

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